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Unser Dorf soll schöner werden

Im Jahre 2002 beteiligte sich die Gemeinde Hüttlingen nach längerer Pause wieder mit ihrer Ortschaft Niederalfingen am Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Letztmals hatte Niederalfingen im Jahr 1988 an diesem Wettbewerb teilgenommen und war dafür mit einem Preis belohnt worden.


Die Bewertungskommission mit Landrat Klaus Pavel

Die Mitglieder des Vereins "Heimatliebe", die Interessengemeinschaft Museum, die Interessengemeinschaft Kapellenpflege und die ganze Dorfgemeinschaft brachten die Ortschaft mit viel Liebe und Arbeit für den Besuch der Bewertungskommission am 10. Juli 2002 auf "Hochglanz".

Die aus Mitgliedern des Kreistages und Fachleuten aus Landschaftsgestaltung und Städtebau zusammengesetzte Kommission mit Landrat Klaus Pavel an der Spitze zeigte sich vom herzlichen Empfang sichtlich beeindruckt.
In historischen Gewändern kredenzten die Frauen der Heimatliebe mit Most, "Eibrennter Kartoffelsupp" und im alten Backhaus des Vogteigebäudes (Heimatmuseum) knusprig gebackenem Hitzkuchen typisch ländliche Genüsse. Eine Gruppe des Musikvereines unter Leitung von Dirigent Robert Wahl intonierte als mittelalterliche Spielmannschar die stilgerechte musikalische Untermalung.

 
Mittelalterliche Spielschar des
Musikvereins Hüttlingen

Nach kurzer Begrüßung durch Bürgermeister Günter Ensle übernahm in Vertretung der ganzen Niederalfinger Dorfgemeinschaft der Verein "Heimatliebe" die Vorstellung und Präsentation der Ortschaft. Der Vorsitzende Joachim Seibold bat dazu die Bewertungskommission zu einem kleinen Rundgang.

Kapellenpfleger Hans Seibold stellte bei einem ersten Halt die Dorfkapelle vor. Bei gut besuchten Gottesdiensten sei die immer noch große Bedeutung der Kapelle für die Dorfgemeinschaft zu spüren.

Entlang des Schlierbachs und nach einem kleinen Abstecher in die "Südwestgalerie", die von Galerist Cyprian Brenner kurz vorgestellt wurde, führte der Weg zu einer der ersten Gedenkstelen im Ostalbkreis die an die "Kochendorfer Todesmärsche" von KZ-Häftlingen am Ende des 2.Weltkrieges erinnert.

 
Landrat Klaus Pavel an der Gedenkstele

"Diese Gedenkstätte hat in Niederalfingen einen besonders schönen Standort erhalten", freute sich der Landrat. Dafür und für den Mut, der leider auch in der heutigen Zeit noch dazugehört, eine solche Erinnerung an die dunkle Vergangenheit in unserer Geschichte aufzustellen, bedanke er sich ausdrücklich bei den Niederalfingern.
Über die Schlierbachstraße, das Kriegerdenkmal mit der Lourdesgrotte und vorbei am Vereinsgebäude der Heimatliebe führte Joachim Seibold die Kommission in das Waldbad. Die Aktivitäten und freiwillig übernommenen Aufgaben des Vereines "Heimatliebe", die sich mit vielen privaten Initiativen um den Erhalt des Brauchtums und um ein schönes Ortsbild bemühen wurden dabei sichtbar.

Die Anstrengung eines alten Trampelpfades hinauf zur Burg wurde mit einem Blick aus ungewohnter Perspektive auf die Marienburg belohnt. Bernd Brasse vom Burgkuratorium war extra angereist um die Kommission auf der Burg zu empfangen. Nutzung und Betreuung der Burg wurden kurz von ihm vorgestellt.

Der wartende Bus brachte die Bewertungsfachleute über die Burgkapelle und über Streuobsthänge zu einer abschließenden Besprechung zurück zum Heimatmuseum im historischen Vogteigebäude.